Prälat-von-Acken-Str. 14, 50935 Köln +49 221 800231 0 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Mo-Fr.: 08:00-17:30 Uhr

    Nachrichten-Blog

    Volle Kraft voraus! Kanzler auf Kuschelkurs immer Richtung Volksempfinden

    Merz hat gesagt. Nun sagen Sprecher, was er nicht gesagt hat. Andere aber sagen, dass Merz recht hat. Nicht alle anderen. Aber viele andere. Jedoch nicht die anderen aus seiner Partei. Und so rauscht es nun ganz gewaltig in der Welt der Medien. Denn worüber Merz etwas gesagt hat, das ist das Problem. Er sprach von der Verschiedenheit und auch von den Ungerechtigkeiten, die sich zwischen den privaten und den gesetzlichen Krankenkassen abspielen. Und rührte damit an die Dualität, die die CDU bislang niemals hätte anzweifeln wollen. Deswegen mussten Sprecher nun schließlich öffentlich sagen, was Merz nicht gesagt hat.

    Fangen wir damit an, was Bundeskanzler Friedrich Merz nicht gesagt hat: Er hat nicht gesagt, dass er die Trennung von gesetzlicher und privater Krankenkasse überwinden, aufheben oder aufgeben will. Er hat gesagt, dass „wir“, also die CDU, das Gerechtigkeitsproblem sehen. Dass nämlich Privatversicherte sofort Termine bekommen, wo gesetzlich Versicherte monatelang warten müssen. Und er hat gesagt, dass wenn die Bevölkerung das als so ein großes Problem ansähe, man, also „wir“, daran was ändern müssen. Der nächste Satz klang ganz nach: „Wir müssen reden.“

    Tja, du böse Bevölkerung. Was stellst Du Dich auch immer so an. Man muss doch nicht jedes Gerechtigkeitsproblem gleich bis zum Bundeskanzler tragen. Oder soll ich lieber mich gegen den Bundeskanzler wenden? Tja, du einfühlsamer Bundeskanzler, wenn Du das so formulierst, wie Du das formuliert hast, sagst Du ja eigentlich auch, dass die Bevölkerung nicht unbedingt als Problem sehen müsste. Auf jeden Fall hast du nicht gesagt, dass das Problem groß ist. Du hast gesagt, dass die Bevölkerung es als ein großes Problem ansieht.

    Aber wir wissen ja, was er eigentlich sagen will. Wir wissen, unser guter Bundesvater hat zwar nicht immer das richtige Auftreten. Er hat auch nicht immer den Eindruck erweckt, als wolle er das Geld, das aus unseren Lohntüten, Konten, Spardosen, Geldanlagen in unser aller Bundesetat fließt, ausschließlich zu unserem Nutzen verwenden. Nein, eigentlich hat er nicht einmal den Eindruck eines Bundesvaters gemacht. Deswegen muss er sich ja nach den Wahldesastern der jüngsten Gegenwart auch ändern.

    Und deswegen muss eine Regierungssprecherin ihm hinterherlaufen und sagen, was er nicht gesagt hat. Aber was soll’s. Dazu sind Sprecher da. Und dafür werden sie aus unseren Lohntüten, Konten, Sparstrümpfen usw. bezahlt.

    Hier für alle, die diese Debatte gern auch faktisch nachlesen wollen, eine Linkliste.

    t-online hat am 22.09.2026 etwas sehr Nützliches getan und den Wortlaut der Kanzleraussage wiedergegeben:
    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101446690/merz-loest-debatte-aus-kanzler-sieht-gerechtigkeitsproblem-bei-kassen.html

    Ebenfalls nützlich könnte es sein, zu wissen, was die Bevölkerung zu sagen hat. t-online hat sich umgefragt und auch das am 22.09.2026 wiedergegeben:
    https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_101447218/buerger-wuenschen-sich-die-abschaffung-der-privaten-krankenversicherung.html

    Die Regierungssprecherin, die sagt, was Merz nicht gesagt hat, kommt bei ntv am 22.09.2026 zu Wort:
    https://www.n-tv.de/politik/Merz-stellt-Krankenkassen-System-infrage-Kanzleramt-erklaert-was-der-Kanzler-gemeint-hat-id31331193.html

    Die Tagesschau lotet das Thema nach allen Seiten hin aus. Will sagen: Sie informiert über die Haltung der CDU zur Bürgerversicherung, sie lässt den Juso-Chef genauso zu Wort kommen wie den ehemaligen Gesundheitsminister Karl Lauterbach. 22.09.2026:
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/krankenkassen-system-merz-debatte-100.html

    Im Stern hat jemand nach einem Foto gesucht, das wunderbar zur Überschrift passt. Die Überschrift sagt, dass Merz das Problem sieht, aber vage bleibt. Sie sollten sich die Kombination von Bild und Überschrift anschauen. Allein schon, weil sich da jemand die Mühe gegeben hat. Das war am 21.09.2026:
    https://www.stern.de/politik/deutschland/krankenkassen--merz-sieht-gerechtigkeitsproblem-fuer-kassenpatienten-38287330.html

    In gewisser Weise setzt der Stern diese Art von Bild-Überschrift-Kombi am 22.09.2026 fort. Und sagt im Text, was die CDU/CSU sagt. Und die sagt ganz deutlich, dass der Kanzler überhaupt nicht plant, mit dem Krankenkassendualismus in Deutschland zu brechen.
    https://www.stern.de/news/wirbel-um-merz-aeusserung-zu-krankenkassen---spd-zufrieden--union-bremst-38291168.html

    Mechthild Eissing

     Logo Textburo Eissing2

    Unser Nachrichten-Blog wird redaktionell von der ausgebildeten Journalistin Mechthild Eissing vom Textbüro Eissing betreut.

    Weitere Informationen zu ihrem beruflichen Profil und ihrer journalistischen Arbeit finden Sie auf der Website des Textbüros Eissing.

     

    Deom Image

    MEDNET Support

    Das Wichtigste an einem Software Support für anspruchsvolle Gesundheitslösungen sind hohe Verfügbarkeit, schnelle Reaktion, tiefes Fachwissen und absolute Verlässlichkeit – denn Gesundheitssoftware trägt insbesondere Verantwortung für Menschen, nicht nur für Prozesse.